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Kapelle Maria vom Berg, Menzingen

1930–1932 liessen die Menzinger Lehrschwestern vom Heiligen Kreuz durch den Zürcher Architekten Anton Higi das Pensionat Maria vom Berg bauen. Der markante, im Grundriss T-förmige Baukörper lässt die ursprünglichen Funktionen schon von aussen erkennen: die unteren Geschosse für die Schul- und Arbeitsräume, im runden Vorbau Turnhalle und Speisesaal, die oberen Stockwerke, teils in Balkonen geöffnet, für Wohnen und Schlafen. Der abschliessende Quertrakt enthält den Haupteingang, das Treppenhaus und, nordseitig vorgreifend, übereinander den Theatersaal und die Kapelle. Im April 1932 bezogen die bisher im Mutterhaus wohnenden Internatsschülerinnen das neue Haus. 1976 wurden Schule und Pensionat mangels klostereigener Lehrkräfte geschlossen. Seither dient das renovierte und umgebaute Haus als Wohnheim für betagte Schwestern. Ein besonderes Bijou bildet der seit 1932 von Vater und Sohn Fähndrich mit viel Liebe angelegte und gepflegte Alpengarten beim Zugang zum Haus.
Die dreischiffige Kapelle mit flacher Decke war ursprünglich in einem matten Rot gehalten und wurde im Gefolge des Zweiten Vatikanums umgestaltet und mit wirkungsvollen Glasfenstern von Willi Helbling ausgestattet. Das frei hängende bronzene Altarkreuz, Maria mit dem Kind auf der rechten Seite des Altars und der Engel vor dem Eingang  zur Kapelle stammen von Josef Rickenbacher, Steinen.

Anfahrt: Altersheim Maria vom Berg, Seminarstrasse 14: auf der Strasse nach Menzingen kurz nach Edlibach nach links abbiegen Richtung Lüthärtigen; nach 150 m scharf nach rechts in die Haldenstrasse (grosser Parkplatz). ÖV: Bus Linie 2, Haltestelle Edlibach, Sonnhalde oder Haltestelle Institut/Bernardaplatz. Fussweg je ca. 500 m.