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Heuboden bei Holzhäusern

Im Orts- und Flurnamenbuch des Kantons Zug heisst es lapidar: «Heuboden: Ehemalige Weidescheune östlich von Holzhäusern, jetzt zur Festhütte umgebaut.» Und beim Namen Holzhäusern denken wir Heutigen primär an einen Strassenknotenpunkt und allenfalls noch an einen Weiler als Vorort von Rotkreuz. Ganz anders die Situation um die Mitte des 19. Jahrhunderts! Auf dem ganzen Gemeindegebiet von Risch wohnten 1000 Personen. Rotkreuz bestand aus ganz wenigen Häusern. Die zwei grössten Siedlungen mit 16 bzw. 17 Häusern und 140–150 Einwohnern waren Berchtwil und – Holzhäusern! Im Strassenknoten Holzhäusern standen auch das Schützenhaus, das Schulhaus, das Armenhaus, die Wendelinskapelle und mit dem Engel auch eines der beiden alten Wirtshäuser auf Gemeindegebiet. Bis ins 19. Jahrhundert hinein hatten auch die Gemeindeversammlungen in Holzhäusern stattgefunden. Nur die Pfarrkirche befand sich völlig exzentrisch in Risch. Holzhäusern als heimliches Gemeindezentrum! Und der Heuboden, mit Verlaub, ist heute keine Festhütte mehr, sondern ein schmucker, wunderschön in eine Senke am Waldrand eingebetteter Neubau.

Anfahrt: Der Heuboden liegt am Waldrand des Zweierenholzes. Zufahrt: Beim Kreisel Holzhäusern Richtung Buonas fahren und nach 100 m links abbiegen zum Heuboden. Parkplätze vorhanden. ÖV: Bus Linien 8 und 51, Haltestelle Holzhäusern, Kreuzung; von hier aus ca. 900 m Fussmarsch. Shuttledienst ab Bahnhof Cham ab 15.30 Uhr (bitte hier reservieren!).